Midria 2010
 
 

Ausflug zum Fort Gorgast

vom 16.10.2017

 
 

Ja ich schreibe mal wieder. Montag haben wir doch immer ein Theorietag und heute denn 16.10.2017 haben wir ein Ausflug gemacht nach Fort Gorgast.

Ja, jetzt wollt ihr wissen was Fort Gorgast ist. Aber ich bin ja nicht so, ich erzähl euch das.

Um eine zivile Nutzung der eindrucksvollen Gewölbe voranzubringen, wurde am 14.04.1999 der Verein Fort Gorgast e.V. gegründet. Er unterstützt die Gemeinde Küstriner Vorland, das Fort als Denkmal zu erhalten und neue Inhalte zu entwickeln.

Wir hatten eine ganz nette Führung, die uns alles über den Bau und seine Geschichte rumgeführt  und erzählt hatte. Das Fort Gorgast ist nie zu militärischen Einsätzen gekommen. Die nette Frau hatte uns erzählt, dass ein Soldat den ganzen Bau bewacht hat. Er hatte Schafe und Kühe die er dort gehütet hatte. 1947 kam die Russische Armee die dort alles als Lager genutzt hatte. Später sollten alle militärischen Gebäude zerstört werden, also sprengte die Russische Armee bestimmte Teile des Baus. Später kam die NVA, die es als Munitionslager genutzt hatte.

Na gut, nie militärische Einsätze stimmt nicht ganz. Ich meinte auch damit, es ist nie zum Gefecht gekommen. Die Waffen dort wurden nie genutzt. Mit dem vorgelagerten Blockhaus und dem Torhaus mutet das Fort an, wie eine alte Bastion. Es wurde auf flachem Ackerland errichtet und mit einem Graben umgeben. Ein aufgeschütteter Überweg bildet den einzigen Zugang zum Fort. Der Hauptgang  war durch ein Hindernisgitter, eine Klapphebelbrücke und sich gegenüberliegenden Waschkasematten gesichert. Die hintereinander angeordneten eingeschossigen Sichtziegelbauten sind durch offene Höfe räumlich getrennt. In der Hauptpoterne befindet sich ein 90 m tiefer artesischer Brunnen, der auch heute noch aktiv ist. Die Pulverkammer mit ihrem Sicherheitssystem zeigt auf anschauliche Art, wie risikoreich das Hantieren mit Schwarzpulver um die Jahrhundertwende war.

Das Fort besteht darüber hinaus  aus einzelnen Kasematten, die als Unterkünfte  für ca. 300 Soldaten geplant waren. Die NVA war der letzte Nutzer. Seit dem  09.09.1997 steht dieses, in Brandenburg einmalige Bauwerk unter Denkmalschutz und wird mit Unterstützung der Gemeinde Küstriner Vorland rekonstruiert.

Ja, das war es schon mit meiner Geschichte. Ich hoffe, euch hat das gefallen.

Von Stephan Sahr

 
 
 
   
   
   
   
     
     
 
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