Midria 2010

 

Besuch der Studenten der Heilpädagogik März 2018

 

 
 

          

Frei unter diesem Motto wurden Studierende der Hochschule Hannover, der Fachrichtung Heilpädagogik, im Rahmen einer Exkursionsfahrt von TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen von Midria e.V. in Empfang genommen. Der Verein Midria e.V. ermöglicht Menschen mit einer Beeinträchtigung die Teilhabe am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und begleitet sie auf diesem Weg. Dieses Projekt füllt eine „Lücke im System“, denn oftmals wird Menschen mit einer Beeinträchtigung das Ausüben einer bestimmten Tätigkeit und der damit verbundenen Verantwortung abgesprochen.

 

Die Möglichkeit der Arbeitstätigkeit stellt eine bedeutende Funktion der Identitätsbildung einer jeden Person dar. Interessensbereiche und besondere Fähigkeiten werden in den verschiedenen Arbeitsfeldern aufgegriffen und bestärkt. Das bekräftigt auch die Persönlichkeit. MIDRIA geht den Weg ihrer Beschäftigten mit, welches sich durch die Bandbreite an verschiedenen Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten kennzeichnet. Besonders beeindruckend für die Studierenden war die Vorstellung der Theatergruppe am Abend der Ankunft. Neben Improvisationstheater gab es Film- und Bildzusammenschnitte von früheren Auftritten. Dabei beweist die Theatergruppe ein breites Spektrum an Humor, vielseitigen Talenten und Offenheit.

 

Der zweite Tag fand unter dem Aspekt des sogenannten „Bildungstages“ statt. Eingeleitet durch eine Vorstellungsrunde mit Hilfe von Steckbriefen erfuhren beide Seiten schnell, dass viele Gemeinsamkeiten und ähnliche Interessen bestehen. Dadurch entstand ein dynamischer Austausch, an dem alle rege teilgenommen haben. Geprägt war dieser von dem Interesse an dem Anderen. Das sehr offene und wertschätzende Klima im Miteinander wurde von allen Beteiligten als bereichernd empfunden. Die vertrauensvolle Atmosphäre ermöglichte den nachfolgenden Austausch über die Einsatzstellen und die Bedürfnisse der Beschäftigten. Durchweg stellte sich heraus, dass die Arbeitsfelder an den Stärken und Wünschen der Beschäftigten orientiert sind.

 

Ein Besuch in den Einsatzstellen bekräftigte den Eindruck. Mit Stolz und Souveränität präsentierten die Beschäftigten selbst ihr Einsatzfeld mit den dazugehörigen Aufgabenbereichen. Dabei konnten die Studierenden viele Fragen stellen auf die gerne und ausführlich eingegangen wurde.

 

In einer abschließenden Reflexionsrunde mit den MitarbeiterInnen von Midria e.V. verdeutlichte sich der ausgesprochen positive Eindruck der Studierenden. „Mitten drin anders“ beinhaltet den Aspekt der „Andersartigkeit“, die es einem jeden ermöglicht, so zu sein, wie er/sie ist und sich zugehörig zu fühlen. In diesem Kontext sind die Angebote des Midria e.V‘s für den Einzelnen Teilhabe zu ermöglichen auf Basis persönlicher Wertvorstellungen und Interessen besonders erwähnenswert. Diese Leitidee, mit der viele Institutionen werben, wird hier gelebt. Unter Berücksichtigung der regionalen Bedürfnisse für Menschen mit Beeinträchtigungen deckt Midria e.V. den Bedarf der Schaffung beruflicher Perspektiven, als auch die Gestaltung bedeutsamer Freizeitaktivitäten. Einen Ausbau dieser Projektausrichtung zu ermöglichen, scheint für eine langfristige qualitative Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit einer Beeinträchtigung notwendig und unabdingbar. Im Hinblick auf dieses umfangreiche und unabdingbare Projekt werben wir für weitere regionale und auch außerregionale Förderung und Unterstützung.

 

In diesem Zusammenhang bedanken wir uns ganz herzlich für diese wertvolle und lehrreiche Erfahrung, sowohl den Verein und als auch die Beschäftigten von Midria e.V. kennengelernt zu haben und wünschen allen Beteiligten eine weiterhin bereichernde Zusammenarbeit.

 

(Maike Köhnemann, Eric Stolz, Neves Faume, Tuba Sagir, Elisabeth Rentz, Noelle Jessen, Reena Wilke, Ricarda Spieß, Anja Henning)

 

 

 
   
 
 
   
   
   
   
     
     
 
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